SOMMEREIFEN: 

Beginnen die Osterglocken zu blühen, ist es Zeit, von Winter- auf Sommerreifen umzusteigen. So sagt zumindest der Volksmund. Die alten Reifen nochmal verwenden oder neue Sommerreifen kaufen: Alles, was Sie bei Sommerreifen beachten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

SOMMERREIFEN AB WANN WECHSELN?

Jedes Frühjahr steht der Umstieg von Winterreifen auf Sommerreifen an. Den perfekten Zeitpunkt dafür gibt es nicht. Zu beachten ist, dass sich die Temperaturen durchgängig über der Sieben-Grad-Grenze halten. Ein guter Anhaltspunkt dafür ist der März oder auch der April. Der Klimawandel erschwert hier eine Empfehlung aufgrund von Erfahrungswerten.

Laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt der deutsche Gesetzgeber eine "den Witterungsbedingungen angepasste Bereifung" vor. Daher ist es an jedem Fahrzeughalter selbst, den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Wer sich unsicher ist und einem Bußgeld entgehen möchte, sollte auf Nummer sicher gehen. Denn wer zu früh von Winter- auf Sommerreifen wechselt, dem droht ein Bußgeld, falls es noch einmal glatt wird. Kommt es zu einem Unfall, kann im schlimmsten Fall der Versicherungsschutz erlöschen.

 

SOMMERREIFEN GEGEN WINTERREIFEN - DAS IST DER UNTERSCHIED

Fachleute empfehlen einen Wechsel. Als Halter eines Fahrzeugs geht man ein nicht notwendiges Risiko ein, wenn man ganze Jahr über mit ein und demselben Reifensatz unterwegs ist. Dabei unterscheidet der Fachmann nicht, Winterreifen im Sommer zu fahren oder ob man mit Sommerreifen im Winter unterwegs ist. Zwar besteht laut dem Gesetzgeber keine Sommerreifenpflicht. Doch ein Umstieg auf Sommerreifen hat Vorteile.

  • Gummimischung: Winterreifen bestehen auch einer weicheren Gummimischung, da sie einen hohen Anteil an Naturkautschuk und Weichmachern enthalten. Dadurch bleiben sie auch bei Minustemperaturen weich und passen sich in den Wintermonaten flexibel den Straßen an. Sommerreifen hingegen erkennt man am harten Gummi. Sommerreifen halten durch ihre Beschaffenheit höhere Temperaturen aus, wodurch sie einen höheren Grip besitzen.
  • Verschleiß: Die weiche Gummimischung der Winterreifen hat bei höheren Temperaturen eine schnellere Abnutzung zur Folge. Das kann zur Folge haben, dass die Winterreifen für den nächsten Winter nicht mehr brauchbar sind. Bei Sommerreifen ist die Laufleistung in der warmen Jahreszeit deutlich langlebiger.
  • Bremsweg: Wenn Winterreifen hohen Temperaturen ausgesetzt werden, verlängert sich der Bremsweg.
  • Kraftstoffverbrauch: Der größere Rollwiderstand der weichen Winterreifen führt zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch (bis zu 15% mehr im Vergleich zu Sommerreifen).

 

WIE LANGE SIND SOMMERREIFEN HALTBAR?

Gute Sommerreifen halten viele Jahre. Aber nicht zwangsläufig bis zum Ende des Profils.

 

Profiltiefe Sommerreifen

Die Profiltiefe liegt bei neuen Sommerreifen etwa bei acht Millimetern und nutzt sich von Jahr zu Jahr ab. Ist man mit gebrauchten Sommerreifen auf nasser Fahrbahn unterwegs ist oder starke Bremsmanöver macht, riskiert, ins Schleudern zu geraten. Deshalb schreibt der Gesetzgeber vor, welches Profil Sommerreifen aufweisen müssen.

Experten raten mit drei Millimetern zu einer deutlich höheren Profiltiefe bei Sommerreifen, als vom Gesetzgeber vorgeschrieben wurde. Denn nimmt das Profil ab, verschlechtert sich die Bodenhaftung, da die Profiltiefe den eigentlichen Vorteil der Sommerreifen darstellt. Es sorgt auch bei höheren Geschwindigkeiten für kurze Bremswege sowie für einen höheren Fahrkomfort. Vernachlässigt der Fahrzeughalter das regelmäßige Überprüfen des Profils, gefährdet er im schlimmsten Fall sogar die eigene Gesundheit und die anderer Verkehrsteilnehmer.

Kleiner Fun Fact am Rande. Im Gegensatz zu Winterreifen ist die Profiltiefe von Sommerreifen geringer, wodurch der Reifen grundsätzlich flacher ausfällt. Da der Fahrbahnbelag im Sommer trockener ist, bieten die Pneus dadurch im Vergleich zu Winterreifen einen höheren Grip.